Wann geht's denn wirklich los?
Endlich! - Endlich?
Vielleicht fragst du dich etwas über diesen Titel? Verständlich.
Ursprünglich wollte ich ja in den "Obi Van" (der Name meines Vans) ziehen, um dann so zu reisen, zu arbeiten und neue Erfahrungen zu sammeln.
Wie wir schon erfahren haben, kommt es anders, wenn man denkt. Doch das gute an der Geschichte ist, dass es immer gut kommt, auch wenn man das nicht auf Anhieb versteht.
Das Gute daran ist das Gute dabei
Natürlich war ich mit Obi Van unterwegs. Es entwickelte sich allerdings eher ein Stern-Orientierungslauf - äh Fahrt - als Vanlife. Von einem Ausbildungstermin, zu einer Sitzung, zu einem Seminar, zu… und immer wieder zurück in die Home Base.
Wie sich herausstellte, kamen so sehr viele Kilometer zusammen Das war auch wider Erwarten sehr hilfreich, denn ich konnte jedes Mal die soeben gemachten Erfahrungen der letzten Reise mit einfliessen lassen, justieren, fehlende Teile organisieren und Dinge, die einfach nur im Weg standen aus dem Bus räumen.
Erste grössere Tour Basisseminar St. Gallen (CH), Body-Trans Seminar Rüthen (D) und weiter...
Geplant war Vertiefungs-Updateabend und dann Basisseminar geben in St. Gallen, von da aus gemächlich nach Rüthen ans erste Body-Trans Seminar in Deutschland, mit einem Abstecher zu Marco Polo My Life für benötigtes Obi-Van Zubehör und dann noch weiter... Doch immer wieder holt einen die Realität ein.
Abhilfe, Abwege und viele Erfahrungen
Schon in St. Gallen angekommen, hatte sich mein Ischias Nerv gemeldet. Bücken wurde zur Qual, besser gesagt, das wieder Aufrichten, und auch der Schlaf war so eher weniger entspannt. Auch beim Basisseminar hatte ich es dann mit einigen Gelenkübungen nach Norbekov wieder kurzzeitig in den Griff bekommen, so dass ich mich wenigstens einigermassen auf den Beinen und das Basisseminar voller Power halten konnte.
Freundlicherweise durfte ich die Zeit in St. Gallen bei Freunden im Gästezimmer verbringen, so hatte ich immer wieder Erholung und am Tag der Abreise kam ich auf die Idee, doch noch einen Chiropraktor anzurufen, denn...
Der Nerv nervt
Mir wurde da die Adresse von Roy Bösiger, ein blinder Chiropraktor, empfohlen. "Bitte rufen Sie später wieder an" hiess es verheissungsvoll am Telefon. Dann soll's vielleicht doch ohne gehen und ich fuhr einfach mal los... tanken...
...und wurde zurück gerufen und bekam für um 17.00 Uhr einen Termin (ausnahmsweise) - in Bad Ragaz. Das liegt zwar nicht ganz auf dem geplanten Weg. Doch was soll's. Ich hatte hatte genug von dem Nerv und jetzt einen Termin, basta, "und da gehst Du jetzt hin", sagte mein Fredi.

Die "Wartezeit" bis der Termin war, versüsste ich mir mit einer Bergtour ins Palfries auf 1700 müM. Ein Ort den ich von früher kannte und häufig astronomische Beobachtungen und Fotografien machte. Sogar eine kleine Offroad fahrt zur nahe gelegenen Alp, konnte ich mir nicht verkneifen 😉

Ich wusste gar nicht, dass man den Hals nach so krassen "Knack"-Geräuschen wirklich noch bewegen kann. Aus meinem Plan Richtung Norden zu fahren, wurde ein Abstecher zurück in die Home Base und übernächsten Morgen wieder zum Folgetermin...
...so wurde aus einer Rundtour ein weiterer Ausflug und schon ging's wieder zurück zur Home Base. Nach dem Folgetermin überwand ich mich dann, trotz der Beschwerden.
Jetzt aber los

Besichtigung der Räumlichkeiten in Jockgrim für das Body-Trans im Januar 2023 und Treffen von Freunden,
Anschliessend zu Marco Polo my Life, wo ich einen kostenfreien Standplatz mit Dusche und Toilette, nebst einem verführerischen kleinen Shop,und eine richtige Vanlifer Familiy kenenlernen durfte, die mit Begeisterung und Erfahrung mit Marco Polo's eine Lücke geschlossen hat.


Von da gings zu den Externsteinen und weiter zum ersten deutschen Body-Trans Seminar im kleinen Rahmen,. Auch später dann in Schwäbisch Gmünd war es immer wieder menschlich, wie auch landschaftlich eine Bereicherung.
Ausser eben der Nerv. Er bereicherte zwar. doch verschwand er auch nicht. Auch nach Abstechern zum "Knochenbrecher" - dies war kurzzeitig zwar eine Unterstützung - wurde es nicht wirklich besser...
Am Ende wird alles gut
Am Body-Trans in Schwäbisch Gmünd war ein Teilnehmer mit einer ganz speziellen Technik dabei - Ich möchte dazu nicht zu viel sagen, nur
1. Ich wusste nicht, dass man so viel Schmerz in so kurzer Zeit haben kann
2. Es bewahrheitet sich immer wieder, dass nicht alles, was sich schlecht anfühlt auch schlecht ist.
3. Die Scherzen wurden weniger und die Bewegungsfreiheit war fast wieder ganz da.
Nach einem weiteren Treffen Nähe Karlsruhe hatte ich noch einen Termin mit dem Besagten vereinbart. Total durchgedrückt und "generalüberholt" bin ich wieder zurück nach Zürich gefahren.
Der Tag danach gab ihm und mir Recht. Ich kann mich wieder normal bewegen. Fühle mich wieder richtig fit und...
...habe Hummeln im Hintern. Und wann geht es jetzt endlich los mit den Reisen (sagt der Fredi in mir)?
Diesmal war die Zeit reif wirklich los zu starten. Diesmal ohne Termine und ohne festes Ziel und vor allem, ohne gelich wieder zürck zur Base zu fahren. Am Mittwoch 14. Dezember war der Start. 1. Etappe ist Sarrians. Rund 650 km und 6.5 h Fahrt liegen da vor mir. Zurück muss ich erst am 14. Januar 2023 sein - und in der Zwischenzeit darf mich der Süden Europas mit wärmeren Temperaturen in Empfang nehmen.