Ruhe, Standhaftigkeit und Tipps für Mallorca

Coach2Go - Make Life Vantastic
by Oliver Häfliger // Dezember 24 // 0 Comments

< Angekommen auf der Durchreise >

Anfang der Raunächte -
Ruhe und Stillstand

Genau rechtzeitig zum Beginn der Raunächte habe ich einen Ort entdeckt an welchem es sich wohl noch viiiiel länger aushalten lassen würde. Damit du deine Ruhe und Standhaftigkeit bewahren kannst, helfen dir vielleicht die enthaltenen Tipps auf Mallorca weiter.

Einfach bleiben und Nichts und Nicht Tun. Als Beobachter meiner selbst Zeit verbringen und wahrnehmen. Kein Wunder, dass da Prozesse in Gang kommen - und das ist genau passend.

Cala Estany d'en Mas

Wie am Ankunftstag schon gespürt, ist dies eine Bucht der Ruhe und des Friedens. Ideal zum Ankommen und die Raunächte zu beginnen. Jetzt, im Dezember ist es hier fast Menschenleer. Lediglich wenige "Einheimische" (vorwiegend ausgewanderte Deutsche) verbringen ihre Tage zu Hause. Und ein bis zwei Mal pro Tag besucht die Polizei den Parkplatz.

Alles etwas langsamer, zurückziehen, sich auf sich besinnen. Alles steht still!

Sonnenaufgang und erste Bekanntschaft

Die Sonne geht jetzt hier gegen 8.01/02 Uhr morgens auf. Eine ganz zauberhafte Stimmung in der Bucht kündigt dies schon in der Dämmerung und den neuen Tag an.

Am Tag der Ruhe hatte ich auch gar nichts vor zu tun. Lediglich beim Aufgehen der Sonne zu zu schauen und in das Licht der aufgehenden Sonne zu blicken und mich daran zu erfreuen.

Als ich am Strand ganz vorne beim Meer war, kamen zwei grosse fellige Hunde die Treppe hinunter, direkt auf mich zu. Sie begrüssten mich freudig, wie ich sie auch. Die ältere Dame oben auf dem Weg hatte weniger Freude und rief sie zurück. Ich wollte sowieso an die vordere Ecke der Bucht und stieg die Treppe zu der älteren Dame hoch. Wir lächelten uns nur herzlich an und schwiegen. Es schien, als wolle sie einfach auch nur den Tag und den Sonnenaufgang geniessen. Ich liess sie und ging den Weg nach vorne.

Einfach - Ganz - Ruhig

Coach2Go - Make Life Vantastic - Tipps Mallorca

Der ganze Tag gestaltete sich einfach ganz ruhig und ich verbrachte den Tag an und in der Bucht. Die letzten Blog-Beiträge konnte ich ganz mühelos fertig stellen (nach mehreren erfolglosen Versuchen am Vortag), in der Sonne auf einer Treppe sitzend und immer wieder die Wellen betrachtend, wie sie kommen und brechen...

...In dieser Zeit der Stille, und nachdem es jetzt auch im Kopf richtig still wurde, konnte ich festellen, dass das neue Ideen entstanden, Gedankengänge, die ich so zuvor noch nicht kannte, teils nicht einmal vorstellen konnte. Und nun waren sie da und es war gut so.

Ein Tag im und um Obi-Van. Nur sein und manchmal wieder etwas in der Bucht spazierend. Zwischendurch den Müll entsorgt. Und als die Müllmänner vorbei fuhren lächelte mir der Fahrer aus dem Fenster zu und sagte "good job!".

Für mich ist es selbstverständlich, dass ich einen Ort möglichst noch sauberer wieder verlasse, wie ich ihn angetroffen habe.

Tipps Mallorca

Tipps Mallorca - Nr. 1: Auf Mallorca ist das Campen grundsätzlich verboten - ausser auf speziell dafür eingerichteten Camping-Plätzen. Allerdings darf man auch über Nacht parken. Die Gesetzeslage besagt, dass wenn die Grundfläche eines Fahrzeugs nicht grösser als während der Fahrt ist, dies als Parken gilt - und das ist erlaubt. Also keine Markise ausfahren, keine Tische oder Stühle neben den Van stellen und nicht ausserhalb von Parkflächen.
(Herzlichen Dank an Markus Meier, der mir diese Gesetzesgrundlage verschaffte - dies bestätigte sich später auch über Armin und Ilona, die den Gesetzes-Auszug sogar in der Frontscheibe platzieren)

Mit dem Abschluss des Tages und dem Anbruch der 2. Raunacht, war dann auch nur noch eine Übung auf dem "Programm" und sehr früh ging ich zu Bett und schlief sehr bald ein.

Ein weiterer Tag in der Bucht und ein kleiner Ausflug

Baden in den Tag hinein

Um 4 Uhr war ich schon wach, dies war zu erwarten, nachdem ich so früh ins Bett ging. Ich blieb trotzdem noch bis um 6.30 oben im Bett und döste einfach etwas vor mich hin. Dann kroch ich langsam aus den Federn, machte gleich mein Bett ordentlich und klappte es hoch, so dass ich wieder einen Wohnraum habe, in welchem ich aufrecht stehen konnte.

Der gestrige Sonnenaufgang animiert mich heute noch etwas früher über den Strand ans Meer zu gehen. Diesmal mit Badehose, Pullover und einem Badetuch bewaffnet. Um 7.47 ging ich los. Gemächlich genoss ich den anbrechenden Tag barfuss im Sand und ganz vorne angekommen breitete ich das Tuch aus, zog den Pullover aus und stieg ins Meer und tauchte ganz ein. Es war wärmer als früher in der Badewanne - 12°.

Etwas weiter in der Bucht hielt ich dann an. Das Wasser ist etwas mehr als Knietief und ich stand quasi auf den Knien, so dass der ganze Körper im Wasser war. Ich erinnerte mich an eine Atem-Session, die wir im Body-Trans jeweils anleiten. 

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Nur dass ich diesmal die Luft 60, 60, 90 und 120 Sekunden anhielt. Und während ich mit  dem Atem spielte, begleitete mich die aufgehende Sonne. Das war einfach wirklich nur phänomenal schön. Ich genoss es weiter noch in die Sonne zu schauen und nach ca. 15-20 Minuten stieg ich wieder aus dem Wasser. Ich hatte nicht einmal kalt.

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Nach einer kalten Dusche hinten am Obi-Van trocknete ich mich ab und kuschelte mich wieder in den Bus, der ca. 22 Grad warm war.
Ach, wie schön sich das anfühlte. Nun war es Zeit für meinen Collagenius aufzusetzen und ganz genüsslich zu schlürfen.

Während ich mit geöffneter Seitentüre da sass und den Tag genoss lief meine Wohnmobil-Nachbarin vorbei und guckte neugierig rein. Ihr Partner kam auch dazu. Armin und Ilona mit ihren 3 Hunden haben ein Haus auf Mallorca, doch seit der Abflusskanal defekt ist und es die Gemeinde nicht hinkriegt, leben sie in einem Wohnmobil überall auf der Insel verteilt. Teils jede Nacht an einem anderen Ort. So erfuhr ich auch, dass es hier wirklich sehr ruhig sei und die Polizei ca. zweimal täglich patroulierte. Auch erhielt ich weitere Tipps für Mallorca, wo es ebenso nah am Meer sei und wo man stehen könne. Wir tauschten die Nummern aus und die Koordinaten der Orte.

Tipps Mallorca - Nr. 2 - Wasser im Van
(Dieser ist von Armin und Ilona - besten Dank dafür)
Wer auf Mallorca Wasser braucht für seinen Van oder Wohnmobil, bekommt dies bei jeder Repsol-Tankstelle kostenfrei. (Das habe ich heute gleich ausprobiert, weil ich noch knapp 20% Wasser im Tank hatte). Gleich bei der Luftdruck-Säule gibt es nebst dem Luft-Schlauch auch einen Wasserschlauch.

Tipps Mallorca - Nr. 3 - Wasserfilter
(Diesen habe ich von Marc und Trogit von PlanBwagen.de)Ich habe einen mobilen Wasserfilter von Alb. mit Aktiv-Kohle und Nanopartikel filter. so lässt sich immer einwandfreies Trinkwasser, was Geschmacksneutral ist, herstellen. Diese passen auf jedes Gardenafähige Schlachsystem. Mit einem entsprechenden Wasserdieb, lässt sich so auch nur ein Röhrchen an einem Brunnen oder eben an der Tankstelle wunderbar daran anschliessen.

Ich hatte am Morgen früh bereits den Impuls auf Erkundungstour zu gehen, da ich sowieso noch kleine Einkäufe machen musste. Da kam der Tipp mit dem Ort auf Mallorca ganz gelegen.

Gemächlich machte ich Obi-Van reisefertig und tuckerte los, Richtung Nord-Osten, über Manacor an die Playa Son Serra de Marina, ein Ort direkt am Meer und ganz am Ende der Häuser, ganz unten am Meer, waren die Parkplätze, von denen mir erzählt wurde (einer der Tipps auf Mallorca). Doch da war ein Schild: Verbot für Fahrzeuge über 2.10m. Erst dachte ich an eine Folie aus dem Mindflow Basisseminar "Be a Rebell" - doch ich liess es einfach so stehen und ging erst einmal in das einzige Lokal, was geöffnet hatte.

Eine nette einheimische Dame bediente mich und als ich meine Bestellung aufgeben wollte, fragte ich sie, was sie mir den Einheimisches empfehlen würde. Erst studiert sie an Fisch oder ähnlichen Dingen herum. 

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Dann fragte sie mich ob ich gerne Pasta hätte? Ich antwortete ihr natürlich mit ja. Dann erzählte sie mir von Gnocchi mit einer Pistazien Pesto, einer der kulinarischen Tipps auf Mallorca. Da musste ich gar nicht lange überlegen und bestellte genau dies und etwas zu trinken. Was ich dann erhalten habe sprengt meine ganzen Vorstellungen. (Siehe Bild). Ein Traum von Speise.

Ich erkundigte mich bei dem Personal wie ist denn mit dem parken sei und den 2.10 m. Es wurde mir bestätigt, dass wenn ich das Dach hochklappen würde (und das brauche ich um zu schlafen) gewisse Probleme auftauchen, wenn die Polizei kommt. Dazu hatte ich keine Lust. Ich brauche niemanden anzugreifen.

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Ich genoss den Spaziergang durch die Dünen und durch einen abgesperrten Weg, hindurch, durch ein sich erholen des Gebiet, mit sonderbaren Turm Gebilden und einer wundervollen krassen Landschaft auf den Sandhügeln.

Nun war es an der Zeit langsam ans übernachten zu denken. Ich war bereits von der Sonne und der vielen frischen Luft ziemlich entspannt und beschloss noch einmal zu meiner kleinen verträumten Bucht zurückzukehren um da die Nacht zu verbringen. Ich hatte zwar vorgängig eine Einladung zum Abendessen in einem mir nicht bekannten Bucht von Armin und Ilona, die mir schon sehr gute Tipps gegeben haben. Doch ich mochte keine Experimente mehr machen, sondern nur noch meine Ruhe haben, ganz entsprechend des Tages der Raunächte.

Eine neue Lektion für die Raunächte war ausserdem fällig. Diese machte ich dann sehr gerne ganz alleine auf dem Parkplatz am Strand und ging auch sehr zeitig zu Bett. Das Geräusch der Wellen des Meeres, wiegten mich sanft in den Schlaf…


Neuer Tag - Neuer Ort? Weitere Tipps auf Mallorca

Schon gegen 4:00 Uhr war ich das erste mal wach. Ich genoss die Zeit in meinem Bett oben und machte eine Kerzenübung, die ich bereits die letzten Jahre gerne gemacht habe. Danach legte ich mich wieder hin und genoss es einfach zu sein, bis ich schlussendlich noch einmal einschlief. Um 7:30 Uhr bin ich dann erwacht und machte mich auf nur in der Badehose, ein Pullover und einem Badetuch bewaffnet, zu einem morgendlichen Sonnenaufgangsbad.

Man könnte sich direkt daran gewöhnen jeden Morgen so aufzustehen. Erst baden, kalt duschen, sich aufwärmen im warmen Obi-Van und dann den Tag starten.

Talayotische Kultur - hä? was ist das denn?

Auf einer archäologischen Internetseite hatte ich herausgefunden, dass es viele sehr gut erhaltene Stätten auf der Insel gibt, welche aus vorgeschichtlicher Zeit stammen, also 1000. 2000. 4000 und mehr Jahre v. Chr. Und nicht weit von meiner Bucht entfernt sollte eine solche, alte talayotische Siedlung sein. Also los.

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Es war eine sehr spannende Zeit und ich habe ganz viele Informationen, auch über mich, nicht nur über die damaligen Bewohner erhalten. In diesem in dieser Siedlung Menschen, welche erstaunlicherweise keinen Fisch assen oder andere Meeresfrüchte, sondern lediglich von Fleisch von Tieren und dem Getreide und Gemüse, was sie anbauten, lebten.

FELANITX... wie bitte?

Auch heute war ich ziemlich ruhig und von der Luft und die Sonne etwas müde. Trotzdem war ich etwas unternehmungslustiger. Ich entdeckte ein Strassenschild nach "FELANTITX" (Felantitsch gesprochen), was meine Aufmerksamkeit hatte. Der Name war einfach zu köstlich geschrieben.

Genau da wollte ich hin, warum, weiss ich nicht. Die Strasse führte mich direkt in eine Ortschaft mit ganz engen Gassen und kleinen Häuschen, eins ans andere gebaut. Die meiste Zeit Einbahnstrasse. Und irgendwann landete ich mitten auf dem zentralen Dorfplatz. Da musste ich einfach einen Espresso trinken und die Sonne geniessen und dabei etwas in mein Tagebuch schreiben. Die Menschen waren sehr freundlich und hilfsbereit allerdings alles nur in Spanisch, beziehungsweise in Mallorquin, dafür richtig stilecht.

Heiliger Bimbam

Nun war es bereits langsam an der Zeit zurückzukehren, vorbei an einem Schild "Sant Salvador", der hohe Berg neben mir mit einem Kreuz und einigen wenigen Gebäuden! Ich konnte nicht widerstehen. Ein Schild wies noch darauf hin, dass grössere Fahrzeuge nur zu gewissen Zeiten hoch fahren sollten. Nun, so gross ist mein Fahrzeug doch nicht, oder? Ich wagte es einfach, obwohl es nicht die Zeit war 😉

Die Strasse schlängelte sich wieder zwischen den Bäumen hindurch, teilweise so schmal, dass zwei Autos nicht aneinander kreuzen konnten. Prompt kam ja auch ab und an mal ein Auto entgegen. Doch wir fanden immer eine passende Lösung. Immer weiter führte der Weg nach oben, immer enger wurden die Kurven. Spitzkehre um Spitzkehre reite sich aneinander. Oben angelangt begrüsste mich gleich ein riesiger heiliger Salvador auf einen Moment. Seine Handstellung machte mir nicht besonders Freude.

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Spannender Weise geht von diesen Ort aus eine Energie weg, was ich deute, dass die Handstellung damit noch verstärkt wird. Für diejenigen, die an etwas solches glauben: ich habe die Information "Macht und Unterdrückung" von ihm erhalten. Naja, der darf das…

Der Rundblick von dort war einfach phänomenal! Man konnte von hier aus fast ganz Mallorca überblicken. Die Fahrt hatte sich also gelohnt. Ein kurzer Fussmarsch brachte mich hinüber zum Kloster, was ich noch ganz kurz besuchen konnte, bevor mich jemand nach meine Sprache fragte. Solo un poccito Espanol, antwortete ich ihm und er erklärte mir, dass er das Kloster eigentlich schon abgeschlossen hätte. Er liess mich (und auch die anderen Besucher, die  noch drinnen waren) zur Türe raus und verschloss diese dann definitiv.

Genau als ich in meinen Obi-Van zurückkehrte, bemerkte ich eine riesige Wolkendecke, die sich immer schneller auf genau diesen Berg zu bewegte. Ich hatte noch nicht einmal den Motor gestartet, kamen die ersten Nebelschwaden über den Kamm gestreift. Zeit zu gehen, dachte ich. Die geschlängelte Bergstrasse wieder hinunter.

Heute versuchte ich mein Glück und peile direkt die Bucht an, welche Armin und Ilona mir angegeben hatten. Als ich in den äusserst versteckten Weg mit vielen Schlaglöchern und weggebrochenem Asphalt hinunter kroch, stand da rechts ein mir bekanntes Wohnmobil und daneben… eben... Armin und Ilona, die mir zuwinkten.

Heute wird gemeinsam gegessen. Und Ich sei eingeladen…

Ein kurzer Rundgang um die Ecke eröffnete mir den Blick auf eine noch idyllischere Bucht, als ich dies schon kannte.

Das ist im wahrsten Sinne des Wortes Heiligabend!
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